
Systematisch beobachtet und tagesgenau notiert werden im Phänologischen Garten die Eintrittszeiten typischer Vegetationsstadien (phänologischer Phasen) wie Austrieb, Blüte, Blattentfaltung, Blattverfärbung oder Blattfall im Herbst. Die Eintrittszeiten sind temperaturabhängig, ihre Entwicklung über Jahrzehnte lässt Schlüsse auf Wirkungen des Klimawandels zu. Die Beobachtungen erfordern genaues, regelmäßiges Hinschauen. Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter des Kinderhilfezentrums führen sie im Auftrag des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz durch. Dort wird das Projekt koordiniert.
Unter Beobachtung stehen über 30 Pflanzen, die sich auf der mehr als 10.000 Quadratmeter großen Grünfläche des städtischen Kinderhilfezentrums an der Eulerstraße verteilen. Einige wurden (für das Global Phenological Monitoring GPM) im April 2008 eigens angepflanzt, andere konnten - für das Phänologische Programm des Deutschen Wetterdienstes DWD - aus dem Bestand ausgewählt werden.
Der Phänologische Garten trägt mittelbar zur Klimaneutralität bei, indem er Daten für die Forschung bereitstellt und via Internet, Führungen vor Ort und durch Vorträge Bildungsaktivitäten zum Thema Klimawandel realisiert.

Hängebirke (Betula pendula) im Phänologischen Garten Düsseldorf, Teil des DWD-Programms. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf
Deutscher Wetterdienst DWD
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