
Mobilitätskonzepte bei städtebaulichen Entwicklungen stellen ein strategisches Instrument zur nachhaltigen Beeinflussung des Mobilitätsverhaltens dar und zielen auf eine dauerhafte Verringerung des Kfz-Verkehrs in neuen Gewerbegebieten, Bürokomplexen oder Wohnbauvorhaben ab. Sie ergänzen klassische Mobilitätsuntersuchungen um konkrete, auf den Standort zugeschnittene Maßnahmen zur Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel und Mobilitätsangebote. Die inhaltlichen Bausteine eines Mobilitätskonzepts orientieren sich an den in Anlage 4 der Stellplatzsatzung definierten Maßnahmen zur Verringerung des Kfz-Verkehrs und umfassen unter anderem die Förderung des Radverkehrs, die Einrichtung von Mobilitätsstationen sowie Angebote wie Carsharing oder Fahrradvermietsysteme.
Sofern nachgewiesen wird, dass der Stellplatzbedarf nachhaltig verringert wird und das Mobilitätsverhalten beeinflusst wird, kann die Pflicht zur Herstellung der notwendigen Kfz-Stellplätze je Maßnahme um bis zu 10 Prozent reduziert werden. Mobilitätskonzepte sind grundsätzlich ein freiwilliger, jedoch empfohlener Bestandteil von Mobilitätsuntersuchungen und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung nachhaltiger Mobilitätsziele in neuen Stadtquartieren.
Die Maßnahme ist Teil der „Merit Order Verkehr“, die Potenzialstudie zur Erreichung des Klimaneutralitätsziels im Sektor Mobilität aus dem Jahr 2021.
Connected Mobility Düsseldorf GmbH
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